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Bioland - organisch biologischer Landbau

Bioland

Seit 1996 ist Ackerlei Mitglied bei Bioland, dem größten deutschen Bio-Anbauverband. Über 10.000 Betriebe aus Erzeugung, Herstellung und Handel sind Teil der Wertegemeinschaft des Verbands. Wichtigste Aufgabe von Bioland ist es, den organisch-biologischen Landbau zu fördern und weiterzuentwickeln. Ziel ist es die Lebensgrundlagen auf unserer Erde zu bewahren. Dafür arbeiten wir Tag für Tag gemeinsam im Verband  am Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft nach strengen ökologischen Kriterien. Wir identifizieren uns mit den Bioland-Prinzipien und sind Mitglied aus Überzeugung. Die Leitbilder und Leitmotive von Bioland sind:

  1. Im Kreislauf wirtschaften
  2. Bodenfruchtbarkeit fördern
  3. Tiere artgerecht halten
  4. Wertvolle Lebensmittel erzeugen
  5. Biologische Vielfalt fördern
  6. Natürliche Lebensgrundlagen bewahren
  7. Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern

Mehr als 50 Jahre organisch biologischer Landbau

Als 1971 die Pionierinnen und Pioniere den Bioland-Verband ins Leben riefen, wurden sie vor allem von diesen Motiven angetrieben: Sie wollten freie, selbstbestimmte und entscheidungsfähige Bäuerinnen und Bauern sein, die im Einklang mit der Natur wirtschaften und dabei unabhängig sind von Banken und Agrarkonzernen. Der Boden stand oft im Mittelpunkt der Diskussionen um den Biolandbau. Daraus entwickelten sich schrittweise Alternativen zum Althergebrachten; die Fruchtfolgen wurden erweitert und eine neue Kompostwirtschaft erlernt. Später kam das Wohl der Tiere hinzu. Nach und nach entstand die Basis für eine ökologische Wirtschaftsweise; Prinzipien für eine Landwirtschaft, die den Gesetzen der Natur und des Lebens gerecht wird und die heute die Grundlage sind für die Richtlinien des Bioland-Verbandes, die eine Landwirtschaft im Einklang mit Mensch und Natur möglich machen.

Viele Antworten auf ihre Fragen fanden die Bäuerinnen und Bauern bei dem schweizer Biologen Hans Müller, der Boden- und Agrarforscherin Maria Müller-Biggler und dem deutschen Arzt und Mikrobiologen Hans Peter Rusch. Ihnen war es wichtig, die Wahrnehmung für den Boden als Teil des Kreislaufes des Lebens zu sensibilisieren und den Bauern das „Biologisch denken“ zu lehren, damit sie auf ihren Höfen selbst durch Beobachten und Lernen ihre landwirtschaftlichen Systeme in diesem biologischen Denken weiterentwickeln konnten.

Daraus ist kein geringerer Anspruch erwachsen als der, die Gesellschaft als Ganzes zu verändern und zu gestalten. Denn schon Anfang der 1970er Jahre zeigte ein Team aus Wissenschaftlern die Zusammenhänge unseres Wirtschaftens zwischen Bevölkerungsdichte, Nahrungsmittelressourcen, Energie, Material, und Kapital, Umweltzerstörung und Landnutzung auf.

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Bioland feiert seinen 50. Geburtstag

„Heute sieht sich der Verband als die treibende Kraft für die Landwirtschaft der Zukunft. Denn seine Mitglieder, ob alt gedient oder neu hinzugekommen, verfolgen das Ziel, die Antworten auf grundlegende Systemfragen immer wieder zu überprüfen und ständig weiterzuentwickeln. Dabei berücksichtigen sie die neuesten wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse. Nur so ist es möglich, sich einer Form der Land- und Lebensmittelwirtschaft zu nähern, die die Grenzen unseres Planeten, die Natur und mit ihr Mensch und Tier generationenübergreifend respektiert. Das ist unser gemeinsames Ziel. Um das Lebendige soll es also im Bioland gehen, im Land des Lebens“.

Jan Plagge, Präsident von Bioland zum fünfzigjährigen Jubiläum 2021