Ackerlei

Mitglied im Anbauverband Bioland

von einfach war nie die Rede!

 

Haben wir schonmal erwähnt, dass wir als Gärtner und Landwirte abhängig sind von der Wetterlage?!

 

 Regenwolken

 

Wie auch immer, derzeit kommt man sich an manchen Tagen etwas veräppelt vor. Es steht zwar Sommer im Kalender, allerdings scheint das Jahr sich noch recht jung zu fühlen, denn es benimmt sich eher teeniehaft-aprillaunig. Darum haben wir etwas Mühe dem Plan gerecht zu werden.

 

Neulich hat ein Hagel-Gewitter den ersten Satz Zucchini, Landgurken im Freiland, einige Kartoffelflächen und einen Satz Babyspinat beschossen. Zuerst dachten wir, es wäre nicht so dramatisch gewesen, aber momentan sieht es dann doch nach einem Totalschaden aus für die Zucchini und den Spinat. Auch die Saisongärtner mussten erleben, was es bedeutet, von den Launen des Wetters getroffen zu werden. Allerdings nicht alle, denn man kann gut die Grenze sehen, wie weit der Hagel von Oberissigheim aus gekommen ist mit seinen Geschossen. Hätten die nur mal die Kartoffelkäfer mit ins ewige Eis befördert…

 

Zucchini mit Hagelschaden

 

Gurken im Freiland Hagelschaden

 

Gurken im Freiland Hagelschaden

 

Gerade noch scheint die Sonne und man bereitet alles vor zum Pflanzen stecken… Minuten später – die Maschinerie und alle Leute auf Startposition – kommt der nächste Schauer und Plan B muss her. Oder C, oder D,…

 

 Pflanzmaschinen und Traktoren

 

Sellerie Jungpflanzen

 

Die Salate sehen nach so einer ordentlichen Wassergabe auch immer aus, als wären sie bei Oma zum Essen eingeladen gewesen. Danach verlässt man auch oft „das Feld“ nur noch rollend und mit dem gefühlt doppelten Gewicht und dem Gedanken „Ich platze!“. So ergeht es leider gerade vielen Kohlköpfen.

 

Salat

 

Wirsing auf dem Acker geplatzt

 

Was uns sehr schmerzt derzeit ist, dass wir nicht wirklich mit dem Traktor auf die Felder können. Es hat stellenweise so viel geregnet, dass wir tiefe Spuren hinterlassen würden, die zu Verdichtungen des Bodens führen und jahrelange Folgen nach sich ziehen können.

 

Die nächsten Pflanzen warten und werden überständig in den zu kleinen Pflanztöpfchen, das Unkraut wächst und gedeiht, kann nicht gehackt werden, überwuchert die Kulturen und samt am Ende aus. Das gibt dann wieder großes Potential für´s nächste Jahr. Die Kartoffeln und anderes Wurzelgemüse fangen bereits an zu faulen, die einst so schönen Erbsen wachsen schon aus den Schoten und der Pilzdruck ist sehr hoch durch die Luftfeuchtigkeit.

 

Kartoffelacker nach dem Regen

 

Kohl auf dem Acker mit Unkraut

 

Erbsen - Frühlingserbsen

 

Erbsen auf dem Acker keimen in der Schote

 

Klar brauchen wir auch das Grundwasser und es ist vieles wieder satt grün in der Natur, was die letzten Jahre nur noch gelb und braun war.

 

So ist das Gärtnerleben: einerseits wunderschön und andererseits eine echte Herausforderung!

 

Romatomaten noch grün im Gewächshaus

 

Mangold auf dem Acker

 

Pimienetos im Gewächshaus

 

Unkraut auf der Maschine

 

Birnen am Baum

 

Schlangengurken im Gewächshaus

 

Landgurke im Gewächshaus

 

Heuernte Rundballen

 

Grün ist die Hoffnung – wie man so sagt – und davon gibt’s viel bei uns!

 

Rebekka Zell

für das Ackerlei-Team