Ackerlei

Mitglied im Anbauverband Bioland

Vögel sind wirklich einfallsreich und sie haben Mut! Gut, dass dieses Körnergebläse derzeit nicht gebraucht wird, so entgeht Familie Piepmatz vorläufig einer Räumungsklage…

 

 Vogelnest mit Küken im Körnergebläse

 

aber der Platz ist schlau gewählt: dieses Nest bläst so schnell kein Sturm vom Ast.

 Vogelnest mit Küken im Körnergebläse

 

Ente mit Küken auf dem Löschteich

 

Enten auf dem Oloid im Löschteich

 

Karl und Elli Ente haben auch Nachwuchs bekommen… kleine Küken ziehen ihre Bahnen auf dem Löschteich. Und noch etwas Interessantes ist dort zu beobachten: Seitdem wir den Oloid im Einsatz haben, der dem Wasser einen sanften Wellenschlag verpasst und so für eine besseren Wasserqualität sorgt, kommen einige Enten immer wieder gerne, um sich verschaukeln zu lassen.

 

Regenwetter Wolken

 

Vlies nach Sturm auf dem Acker

 

Der Sturmwind wehte in der letzten Zeit oft volles Rohr. Leider hat uns das schon viel Arbeit beschert, denn wir hatten und haben einige Hektar Vliesabdeckung in der ganzen Gemarkung einzusammeln. Das ist wirklich schade, denn die meisten Vliese sind nun auch zerfetzt und unbrauchbar.

 

Radieschen auf dem Acker

 

Spinat auf dem Acker

 

So ziemlich das Einzige, was wir mit der Modebranche gemeinsam haben, dürfte der Saisonwechsel sein! Viele einheimische Gemüse wie Möhren, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Kohl gehen zur Neige; die Kühlhäuser werden leer. Schlussverkauf! Ganz Schluss ist natürlich für das Meiste doch nicht, es hat nur eine etwas weitere Anreise. Dafür ernten wir nun Salate, Kräuter, Spinat, Rucola, Radieschen & Co.

 

Spargel mit Rucola Pfanne

 

Diese Woche gibt´s auch noch unseren Spargel… damit ist dann bald wirklich Feierabend; endgültig. Denn unsere Anlage ist in die Jahre gekommen und abgeerntet. Und so lautet der Beschluss: Es wird keine neue Spargelanlage mehr angelegt. Leider war 2021 die letzte Ackerlei-Spargel-Saison nach über 20 Jahren. Schnief.

 

Geschuldet ist diese Entscheidung mehreren Umständen, jedoch ist ein Grund der, dass immer noch zu viele Verbraucher nicht realisiert haben, dass gute Lebensmittel Geld kosten und frische Lebensmittel zu Ver-Arbeiten mit Arbeit verbunden ist… „Generation Iglu“ hat keine Zeit zum Spargel schälen, Spinat putzen und Kohl hobeln. Das ist leider so und um in dieser Sache die Segel anders zu setzen, machen wir uns den Wind zu Nutze, den die Saisongärten-Idee mit sich bringt. Es ist toll zu sehen, mit wie viel Eifer und Freude die Menschen dort ihre Parzellen hegen und pflegen; wie viele Kinder begeistert dabei sind und Pflanzen, Gießen, Jäten hautnah miterleben und mittlerweile auch die erste Beute vom Acker mit nach Hause nehmen können. Unsere Hoffnung ist die, dass dadurch wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt wird, dass Lebensmittel wertvoll sind, das Wachsen und Gedeihen von vielen Einflüssen abhängt, die wir nicht alle in der Hand haben, dass Kinder die Natur lieben und wieder mit ihr leben lernen.

 

Kinder gießen im Saisongarten

 

Saisongarten Beschriftung Gemüsesorten

 

Hacken im Saisongarten

 

Unkraut im Saisongarten

 

Insektenhotel Saisongarten

 

Blühstreifen Parzellengrenze Saisongarten

 

Unser Selbstversuch läuft auch! Der Hauptgrund für den Saisongarten unserer Familie ist der, dass unsere Jüngste einen Garten wollte. Komisch? Naja, von außen betrachtet schon, aber sie kennt Garten ja nicht, nur Gemüse hektarweise. Als erstes haben wir direkt mal die Rucola eliminiert, weil wir sie nicht vom Unkraut unterscheiden konnten. Und wo waren nochmal die Bohnen? Nee, das ist doch der Mais! Und warum ist der Blumenkohl eingegangen, den ich mag und der Fenchel wächst so toll, den ich nicht mag? Oh Mist, das war ´ne Möhre! Kann man die Melde nicht im Salat lassen? Och nö, Erdflöhe mögen Radieschen und guck mal, der Spinat ist schon fertig mit Wachsen! Und das Beste ist: die Grenzen zwischen den Beeten! Wenn alle Grenzen aus Blumen bestehen würden, das wäre doch wirklich ein Gewinn – nicht nur für die Bienen!

 

Bienenstöcke am Acker

 

Bienen am Bienenstock

 

Auch dieses Jahr stehen wieder Bienenvölker am Ackerrand. Neben den Regenwürmern wären wir auch ohne diese fleißigen Tiere verraten und verkauft. Schön und bemerkenswert, dass es Teenager gibt, die das Imkern zu ihrem Hobby gemacht haben!

 

Bullen und Schafe auf der Weide

 

Deutsche Angus Bullen auf der Wiese

 

Deutsche Angus Bullen im Stall auf Stroh

 

Angus Bulle Rind im Stall mit Heu

 

Unsere Neuzugänge auf der Wiese sind ziemlich gechillte Typen der Rasse Deutsche Angus. Sie wirken etwas grimmig, aber das täuscht. Den Schafen gegenüber waren sie sehr skeptisch und um keinen Streit vom Weidezaun zu brechen, haben die mit der Wolle nun ein anderes Stück Weide bekommen, da sie ohnehin unzufrieden waren mit dem etwas mageren Futter. So leben sie nun friedlich nebeneinander her.

Wenn ich das hier so lese, bekomme ich den Eindruck, dass Gemüse gar nicht die Hauptrolle spielt auf unserem Gemüsebau-Betrieb! Und tatsächlich ist es einfach so, dass Tiere für uns mit in den Kreislauf des Betriebes gehören und nicht wegzudenken sind – weder die kleinen Regenwürmer und Bienen, noch die großen Rindviecher. Jeder hat seinen Platz – natürlich auch die Menschen – und alles funktioniert nur im achtsamen Miteinander.

 

Gurkenpflanzen im Folientunnel mit Tropfbewässerung

 

Tomatenpflanze im Folientunnel mit Tropfbewässerung

 

Hokkaidopflanzen auf dem Acker

 

Jungpflanzen Verkauf vor dem Hofladen

 

Damit das Gemüse hier nicht zu kurz kommt, noch ein Überblick, was gerade ansteht: In den Tunneln sind die Gurken und Tomaten eingezogen. Nun kommt noch die Bewässerung in Form von Tropfschläuchen und darüber eine Schicht aus Mulch, um das Unkraut zu unterdrücken, die Erde feucht zu halten und das Bodenleben zu füttern.

 

In den Regenpausen wird gepflanzt was das Zeug hält: Zucchini, Kürbisse, Fenchel, Sellerie und anderes mehr… oft mit viel Gegenwind. Dieses Jahr sind wir recht spät dran, weil es einfach lange zu kalt war. Deshalb haben wir nun auch noch Jungpflanzen im Verkauf im Hofladen… Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Zucchini, Kürbisse, …

 

Wirsing unreif

 

Rotkohl unreif

 

Spitzkohl unreif

 

Frühkartoffelpflanzen auf dem Acker

 

Der Kohl und die Kartoffeln freuen sich über das kühle, feuchte Wetter und wachsen bisher ganz munter.

 

Zu guter Letzt steigt die Vorfreude auf einen beerig-leckeren und warmen Juni! Dieffenbachs Erdbeeren warten nur noch auf ein paar Sonnenstrahlen, dann geht die Ernte los.

 

Erdbeerfeld Dieffenbach

 

Radieschen frisch geerntet mit Erde

 

Bis dahin gedulden wir uns, knabbern Radieschen – da stimmt die Farbe schonmal – und freuen uns über die vielen Tierkinder und das satte Regen-Grün da draußen!

 

Rebekka Zell

für das Ackerlei-Team

 

Rapsfeld im Sonnenuntergang

 

Regenwetter Traktor vor der Halle