Ackerlei

Mitglied im Anbauverband Bioland

Liebe Kundinnen und liebe Kunden,

versuchen Sie sich vorzustellen, dass Sie beispielsweise einen Baum pflanzen! Sie kümmern sich um ihn, hegen und pflegen, gießen und schneiden ihn, halten Unkraut von seinen Wurzeln fern und versorgen ihn mit Nährstoffen. Sie versuchen alles, dass es ihrem Baum gut geht, dass er wächst und gedeiht und irgendwann gute Früchte trägt. Er breitet seine Wurzeln aus, wird größer, entwickelt sich weiter und anfangs läuft es gut mit ihm; er trägt bald Blüten und schon bald die ersten Früchte.

 

Baum

 

Doch irgendwann merken Sie, dass es Ihrem Baum nicht gut geht, dass Sie seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden, dass Sie nicht die optimalen Bedingungen schaffen können, die er einfach braucht, um auf Dauer zu bestehen und wirklich hervorragende Früchte bringen zu können. Was machen Sie? Sie lieben den Baum, doch Ihre Sorgen, Ihre Zeit und Mühen, die Sie investieren, rauben Ihnen die Kraft, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden würde. Ihr ganzes System gerät in eine Schieflage.

 

Sie entscheiden sich dazu, Ihrem Baum ein besseres Leben zu ermöglichen, unter den Bedingungen, die gut für ihn sind und letztlich auch Ihnen helfen, ihn loszulassen und sich wieder den Aufgaben zu widmen, die Ihre eigentlichen Aufgaben waren und sind.

 


So geht es uns nun mit unserem „Baum“ – der Metzgerei!

Wir haben sie 2014 begonnen, in der Annahme, dass sie gut zu unserem Betrieb passen würde. Wir haben viel, viel Zeit, Engagement, Kraft, Mut, Schweiß, Tränen, Herzblut und Geld in unsere Metzgerei investiert. Aber wir müssen nun erkennen, dass die Bedingungen für eine eigene Hof-Metzgerei mit eigenem Metzger- Meister und Gehilfen bei uns nicht optimal sind, um rentabel wirtschaften zu können und am Ende „gute Früchte zu ernten“.

 

Metzger Markus Weigel

 

Aus diesen Gründen wird unser Metzger Meister Markus Weigel zum 01.11.2019 eine neue Herausforderung annehmen und wir werden versuchen, ein neues Konzept für unser Fleisch- und Wurstangebot zu erarbeiten, dass Ihren und unseren Vorstellungen und Bedürfnissen gerecht wird und zu unserem Betrieb passt.

 

Tiere gehören für uns zum gesunden Betriebskreislauf. Die Rinderhaltung gibt es nach wie vor in Oberissigheim, weshalb wir auch weiterhin eigenes Rindfleisch anbieten wollen. Unsere Schweinehaltung mussten wir 2018 einstellen und werden sie vorerst auch nicht wieder anfangen. Zukünftig wollen wir mit der Hephata-Diakonieeinrichtung „Alsfelder Biofleisch“ zusammenarbeiten, bei der
auch unser Metzgermeister ab November angestellt sein wird. Uns ist es wichtig, mit einem Betrieb zusammen zu arbeiten, der BIOLAND-zertifiziert ist, auch weil wir unter anderem kein Pökelsalz in unseren Produkten haben möchten. Wir sind im Gespräch mit der Betriebsleitung dort, inwieweit unsere Rezepturen übernommen und unsere Produkte dort für uns produziert werden können.

 

Wir haben die Entscheidung dazu, die eigene Metzgerei einzustellen, wirklich nicht leichtfertig getroffen. Wir bitten um Ihr Verständnis dafür, dass wir momentan noch keinen „hieb und stichfesten“ Plan haben, da das Ganze so nicht gedacht war und wir recht kurzfristig handeln mussten. Sobald es genauere Informationen gibt, werden wir Sie weiter informieren. Wir bemühen uns, weiterhin möglichst regionale Bioland-Fleisch- und Wurstwaren für Sie anzubieten.

 

Vielen herzlichen DANK für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen!

 

Rebekka und Thomas Zell